Eine 3-Prozent-Gehaltserhöhung fühlt sich gut an. In einem Jahr mit 5 Prozent Inflation ist sie effektiv eine Gehaltskürzung von 2 Prozent. So einfach das klingt, so verlässlich wird es übersehen, bei Personalgesprächen, in Tarifverhandlungen und in der persönlichen Selbstwahrnehmung. Dieser Rechner setzt drei Linien nebeneinander, damit Sie sehen, wo Sie tatsächlich stehen.
Drei Vergleiche, die zählen
Ihr Gehalt heute, gegen Ihr Gehalt damals. Klingt trivial. Wird aber selten ehrlich aufgeschrieben, vor allem wenn die Erhöhung mit einem Jobwechsel kam und niemand die alte Zahl mehr nennt.
Inflation seit Ihrer letzten Erhöhung. Wir nutzen den Verbraucherpreisindex von Destatis und rechnen die kumulierte Teuerung zwischen Ihrem angegebenen Stichtag und heute. Das Ergebnis: was Ihr Gehalt heute sein müsste, um dieselbe Kaufkraft zu haben wie damals.
Durchschnittslohn-Entwicklung. Der Nominallohnindex von Destatis zeigt, wie sich Löhne in Deutschland insgesamt entwickelt haben. Wenn Sie schneller gestiegen sind als der Durchschnitt, haben Sie relativ aufgeholt. Wenn Sie langsamer gestiegen sind, haben Sie relativ verloren, selbst wenn Sie absolut mehr verdienen als vorher.
Was Sie bekommen
Eine ehrliche Diagnose: haben Sie Kaufkraft gehalten, gewonnen oder verloren? Plus einen fertig formulierten Absatz, den Sie in Ihr nächstes Gehaltsgespräch oder eine E-Mail an Ihre Führungskraft kopieren können. Mit den korrekten Zahlen, mit Quellen, ohne Übertreibung. Das Argument ist nüchtern, weil nüchterne Argumente überzeugen.
Was wir nicht modellieren
Variable Vergütung, Boni, Aktienpakete: zu individuell. Branchenspezifische Lohnentwicklung: der Rechner nutzt den bundesweiten Durchschnitt. Ihr eigener Sektor kann schneller oder langsamer gestiegen sein.